KAB Diözesanverband Freiburg

22.07.2020

Helden der Nation

Die Haslacher KAB beteiligt sich an einer deutschlandweiten Aktion zur Unterstützung der Forderungen von Pflegekräften. Denn aktuell werden diese zwar als „Helden der Nation“ und systemrelevant beklatscht, doch das ändert nichts an ihren Arbeitsbedingungen.

In einer Pressemitteilung wendet sich die KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) an die Öffentlichkeit. Darin wird deutlich formuliert: „Nicht erst jetzt, sondern seit Jahren arbeiten die Pflegenden in Kliniken, Heimen und ambulant über ihre Kräfte hinaus, bewältigen 12-Tage-Dienste am Stück mit bis zu 12-Stunden-Schichten.“ Die Pflegekräfte würden lediglich als Kostenfaktor im Gesundheits-System gelten und für eine geringe Bezahlung arbeiten. „Der durch die Corona-Krise ausgelöste Ausnahmezustand kann nicht mehr verbergen, was seit langem unter den Teppich gekehrt wurde“, steht in der Pressemitteilung. Die Kürzung von Personal, die zunehmende Bürokratisierung oder das Einsparen von wichtigen Therapien sei weder neu noch überraschend, es sei sehenden Auges geschehen. Die Pandemie sorge jetzt dafür, dass diese Missstände deutlich benannt werden. Viele würden nun erkennen, dass eine auf Profit ausgerichtete Pflege lebensbedrohlich sei. Die KAB stelle sich auf die Seite der Pflegenden. „Pflege gehört zur Daseins-Vorsorge und darf dem Wettbewerb und der Profit-Logik nicht unterworfen werden“, so die Forderung. Es brauche ausreichende Ressourcen, Solidarität und gebührende Anerkennung. Dass es der KAB ernst ist mit dem Thema zeigte sich bereits im Dezember 2016, als eine Wander-Ausstellung in der Haslacher Sparkasse unter dem Motto: „Gute Pflege ist mehr als…“ gezeigt wurde. Es war kurz vor der Umstellung der damaligen drei Pflegestufen auf die jetzigen fünf und machte auf die gravierende Diskrepanz zwischen gesellschaftlich bedeutender Arbeit, schlechter Entlohnung und gesundheitlicher Gefährdung des Pflegepersonals aufmerksam. Unter dem Leitsatz: „Leben und Arbeiten in Würde und Solidarität“ tritt die KAB entschieden dafür ein, den politisch verursachten Pflegenotstand zu beseitigen. „Wir rufen die Verantwortlichen eindringlich dazu auf, die Situation für die Pflegenden gemäß unseren Forderungen (siehe Info) zu verbessern und dadurch auch das Gesundheits-System für jeden einzelnen von uns zu stärken“, steht in der Pressemitteilung weiter. Und dann folgt der Aufruf, die KAB in ihren Forderungen zu unterstützen. „Hängen Sie die Forderungen an Ihre Küchen-, Büro-, Wohnzimmer- oder Schlafzimmer-Fenster. Anschließend sollte die Maßnahme fotografiert und über die sozialen Netzwerke geteilt werden. Wir freuen uns über jeden Beteiligten…“

Die Forderungen: Die KAB Deutschlands fordert die sofortige Umsetzung von monatlich 500 Euro mehr für jeden Beschäftigten, keine Privatisierung im Gesundheitswesen, eine Gefahrenzulage für gefährdete Beschäftigte in der Pflege, keine Aufweichung für Arbeits- und Ruhezeiten, Tägliche Corona-Tests für alle Beschäftigten und angemessene Schutzkleidung für alle in der Pflege tätigen.

Bereits im Dezember 2016 organisierte die Haslacher KAB eine Ausstellung zur Situation in der Pflege und wies auf die Missstände hin.

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