KAB Diözesanverband Freiburg

14.03.2020

Kardinal Pedro Barreto in Offenburg

Der peruanische Kardinal Pedro Barreto-Jimeno, Erzbischof von Huancayo im Hochland der Anden, hat in Freiburg die diesjährige „Adveniat“-Aktion eröffnet. Auf Einladung der KAB Bezirk Ortenau und der Peru-Partnerschaftsgruppen in der Ortenau kam er auch zu einer Veranstaltung nach Offenburg, Seit 58 Jahren sammeln die deutschen Katholiken Spenden, um die Kirche in Lateinamerika zu unterstützen. „Eigentlich ist diese Aktion ein Dankeschön für die Hilfe, die die katholische Kirche in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg aus aller Welt erhalten hat,“ so der Adveniat-Referent Thomas Jung aus Essen. Bis zu 40 Millionen Euro ist der aktuelle Erlös, mit dem kirchliche Projekte in Lateinamerika bezuschusst werden.

Nach dem Gottesdienst gab es im Gemeindehaus am Feuerbach in Offenburg eine Begegnung mit dem Kardinal. Barreto selbst berichtete von der Amazonien-Synode im Oktober, die er ja geleitet hat. „Warum will der Papst diese Synode in Rom abhalten und nicht vor Ort in Brasilien oder Peru?“ hatten Journalisten gefragt. „Weil die indigenen Völker in Rom ins Licht der Weltöffentlichkeit rücken, in ihren Ländern sind sie weitgehend unsichtbar,“ hatte Papst Franziskus geantwortet. Schon in der Vorbereitung der Synode entstand ein „kirchliches Netz für Pan-Amazonien“(REPAM), denn im Einzugsgebiet des Amazonas gibt es nicht nur ein halbes Dutzend Staaten, sondern 390 indigene Völker mit 240 Sprachen. Von den ca. 35 Millionen Einwohnern sind aber nur drei Millionen dort geboren, die anderen meist aus wirtschaftlichen Gründen zugezogen. Die Vertreter dieser eingeborenen Völker zeigten sich in Rom in ihren traditionellen Gewändern und farbenprächtigem Feder-Schmuck. Für sie standen nicht verheiratete Priester oder die Frauen-Ordination im Vordergrund, sondern die Frage: „Wie können wir in all unseren sozialen und ökonomischen Nöten Christus nachfolgen?“

Kardinal Barretos Synoden-Bericht bestand aus originellen Schlaglichtern, die immer um die großen Umwelt-Fragen kreisten. Schon Papst Benedikt hatte formuliert: „Wenn du Frieden willst, bewahre die Schöpfung!“ Papst Franziskus wird im Dezember 83, aber sein Kopf ist jung. „Worauf warten wir?. bis die Erde eine Müllhalde ist,.. bis das Klima sich so aufheizt, dass wir nicht mehr leben können? Wir dürfen nicht sitzen bleiben“ – es folgte ein Foto mit einem Vogelschwarm – „sondern wir müssen auffliegen. Leider wollen das nicht alle…“ Auf die Frage, ob er mit den Ergebnissen der Synode zufrieden sei, sagte der Kardinal: „Nein, nicht zufrieden, - sehr zufrieden.“ Leider vergäßen viele Christen, dass sie selbst die Kirche seien, und verlangten vom Papst und den Bischöfen: die sollten es richten. Aber bei den Synoden-Teilnehmern, überwiegend Laien, sei eine Bewegung zu spüren gewesen, und das mache ihm Hoffnung.

Gottfried Wiedemer

Kardinal Baretto

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