KAB Diözesanverband Freiburg

Harald Kremer verstorben

In tiefer Trauer und erschüttert nimmt die KAB im Diözesanverband Freiburg Abschied von Harald Kremer. Für uns war er immer der Harald. Mit einem sympathischen Lächeln im Gesicht und mit glänzenden Augen.

Mit Harald verlieren nicht nur wir von der KAB, sondern alle, die ihn kannten und schätzten, eine ganz einzigartige Persönlichkeit.  Er konnte durch sein Wirken Menschen ansprechen und begeistern und so viele Spuren hinterlassen. 

Er war Kollege und Freund, und wir verlieren mit seinem Tod einen leidenschaftlichen und profilierten Kämpfer für mehr soziale Gerechtigkeit auf dieser Welt. Als Brückenbauer zwischen Kirche und Arbeitswelt wollte er bei den Menschen sein und in der Pastoral arbeiten. 

Für die Gewerkschaften war Harald ein verlässlicher Ansprechpartner. Als „Mann der Kirche“ war er mehrfach bei Streiks und Kundgebungen dabei. So engagierte er sich für die frühere „Wisi“ in Oberhausen, Siemens in Bruchsal, die Nylon in Östringen und zuletzt auch noch bei „Schuler Pressen“ in Waghäusel. Seine große Stärke waren seine Kontakte in die Betriebe und zu den Betriebsräten.

Solidarität machte für Harald an den Grenzen nicht halt. Die Partnerschaft der KAB mit der MTC in Peru, die seit 1988 besteht, hat Harald ebenfalls aktiv begleitet. Noch gerne erinnere ich mich an unsere erste gemeinsame Reise, zusammen mit Edeltraud, im Jahr 1991 nach Peru. Die Menschen waren ihm dabei wichtig. Hier haben wir gelernt, dass: „Niemand so arm ist, dass er nichts geben könnte; und niemand ist so reich, dass er nichts mehr zu empfangen bräuchte." In vielen Gesprächen und Begegnungen haben wir gespürt, dass wir zusammengehören, dass wir Mitglied in dieser einen Kirche sind und dass unsere Partnerschaft mit ihm und durch ihn ein Gesicht bekommen hat. 

Gerne erinnern wir uns auch an die vielen Stunden im Heinrich-Pesch–Haus in Ludwigshafen mit Harald. Hier konnten sich Familien eine Auszeit nehmen, die Kinder waren versorgt, und die Erwachsenen konnten entspannt das Seminar besuchen.

Unvergessen sind auch die Reisen, die Harald in seiner Zeit bei der KAB organisiert hatte. Ich denke an die schönen Bilder, Gespräche und Gottesdienste am Jakobsweg. Die Reisen nach Italien oder, wie früher, ganz einfach nach Obertrubach.

Auch die Frauenarbeit in der Region lag ihm sehr am Herzen. Für Harald war es klar, dass er sich nach seiner Berentung auch weiterhin für die KAB, das THW oder Menschen mit Behinderung engagieren würde.

So war er mit dabei,  Anfang Februar, in Bruchsal die KAB im Paulusheim ihren Besinnungstag feierte. Oder im Mai, in der Zopfkapelle in Östringen, der 1. Mai-Gottesdienst mit anschließendem Essen gefeiert wurde und im Juni in der Wendelinuskapelle mit Gesang und Gitarre im Wald wunderschöne Gottesdienste mit vielen Teilnehmern möglich waren. 

Ein besonderes Ereignis ist und war die KAB- Wallfahrt nach Walldürn. Seit 29 Jahren pilgern Männer und Frauen in 5 Tagen von Waghäusel nach Walldürn.  Und dabei war Harald. Er hat mit Pater Konrad die Impulse und das geistige Leben organisiert. 

Er war der Motor für die von der KAB getragenen Projekte in Peru, die in der Coronazeit separate Hilfe brauchten. 

Zu erwähnen ist auchsein aktiver Einsatz bei der Verschickung der Osterimpulse. Es war sein letztes Werk, das ohne ihn nicht zur Durchführung gekommen wäre. Es war zeitlich ganz eng, aber er hat es geschafft. Am Tag nach dem Versand der Briefe ist er verstorben. Kennzeichnend für Harald, im Schlussteil seines Impulses, als er uns Hoffnungszeichen sandte und den Text von Hans Dieter Hüsch “Hoffnungszeichen“  zitierte. Sein Osterglaube war unerschütterlich. 

Gerne hätten wir Harald noch lange als Freund und Berater an unserer Seite gehabt. Uns tröstet die Hoffnung auf die Auferstehung und ein Wiedersehen in einer anderen und besseren Welt. Wir sind sehr traurig über seinen Tod. Dankbar für die Zeit mit Harald, dankbar für alles, was er für die KAB getan hat, für seine Freundschaft und Liebe, dankbar für sein großes Herz für die Menschen in der Arbeitswelt, Ruhe im Frieden Gottes.

Maria Baur

Bild: Harald Kremer

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